DFB plündert Kriegskasse

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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zeigt sich besonders spendabel! Nicht nur die Nationalspieler sollen von der reichlich gefüllten Kriegskasse des DFB profitieren, sondern auch die brasilianische Bevölkerung.

Gestern besuchte eine DFB-Delegation anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft das Kinder- und Jugendprojekt „Filhos do Céu“ (deutsch: Kinder des Himmels) in Brasilien. Schließlich ist dem DFB die Übernahme sozialer Verantwortung wichtig – wenn die Nationalmannschaft schon ein halbes brasilianisches Dorf einnimmt.

Die DFB-Delegation hatte eine tolle Überraschung für die kleinen Brasilianer parat: eine 12.500 Euro Spende. Einem DFB-Sprecher zufolge sei die Spende für die Finanzierung hauptamtlicher Jugendbetreuer gedacht. Und weil 12.500 Euro nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sind, packte Delegationsleiter Dr. Reinhard Rauball noch heftig drauf: eine Gummimatte! Damit die Kinder sich beim Turnen nicht die Köpfe einschlagen!

Auch bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft zeigt sich der DFB von seiner gerechten Seite. Schließlich muss der üppige DFB-Gewinn paritätisch verteilt werden. Die Nationalspieler bekamen für die erfolgreiche WM-Qualifikation pro Kopf 20.000 Euro. Sollten sie Weltmeister werden, legt der DFB noch mal 300.000 Euro pro Spieler oben drauf. Und jetzt auch noch 12.500 Euro für ein Kinderhilfsprojekt. Plus eine Gummimatte! Noch gerechter und sozialer können Millionengewinne zwischen kickenden Multimillionären und bedürftigen Kindern wohl nicht verteilt werden.

Einem Delegationsmitglied zufolge wären für die kleinen Brasilianer sicher noch ein paar tausend Euro mehr drin gewesen – wären da nicht die teuren Versicherungskosten: Einige Delegationsmitglieder hatten Angst davor, dass über ihnen das Dach des Kinderhilfswerks zusammenbrechen würde. Deswegen musste eigens eine Unfallversicherung für die Delegationselite abgeschlossen werden. Zudem wurde eine Kfz-Zusatz-Versicherung abgeschlossen. Falls die unbefestigten Straßen auf dem Weg zu „Filhos do Céu“ Schäden an den Staatskarossen verursachen würden.

Um es mit Mesut Özils Worten zu sagen: Wir können Stolz auf den DFB sein. Oder vielleicht doch nur peinlich berührt.

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